20. Juni – 31. Dezember 2026

Die Arbeiten in dieser Leerstandsbespielung befassen sich mit der Thematik des „Moments“, jenem zeitlichen Geschehen, in dem wir eingebettet sind und das geradlinig seinen Lauf nimmt.

Kein Moment gleicht dem anderen. Genau dieses Flüchtige ist es, das uns ständig umgibt. Nicht das
Davor, nicht das Danach – sondern das Jetzt.

Anna Luise Schnur

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© Anna Luise Schnur

Die Arbeiten in dieser Leerstandsbespielung befassen sich mit der Thematik des „Moments“, jenem
zeitlichen Geschehen, in dem wir eingebettet sind und das geradlinig seinen Lauf nimmt. Kein
Moment gleicht dem anderen. Genau dieses Flüchtige ist es, das uns ständig umgibt. Nicht das
Davor, nicht das Danach – sondern das Jetzt.

In einer kleinen malerischen Serie, die im Raum verteilt oder nebeneinander gehängt werden kann,
thematisiere ich das sukzessive Erscheinen eines Schattens auf dem Boden – eine Projektion der
Umrisse einer Pflanze, die ich selbst gesetzt habe. Die Arbeiten fangen eine Gegenüberstellung ein,
voller Spannungen und Stille: Die Schnelligkeit und Kraft von Licht und Sonne, die ruhige
Körperlichkeit der Pflanzen, die beständige Projektionsfläche des Bodens. Wachstum. Energie.
Stillstand.

Jedes einzelne Bild gleicht einem Standbild eines Films. Zusammengesetzt ergeben sie eine
Bewegung und machen so die Unaufhaltsamkeit der Abfolge von Momenten sichtbar.
Eine weitere Serie, die sich mit einer ähnlichen Thematik beschäftigt, zeigt die Darstellung von
Wolkenformationen – Gebilde, die sich beständig jedoch unvorhersehbar verändern. Die Wolken
stehen für eine sanfte, dynamische, unaufhaltsame Transformation – vor einem Hintergrund, der ins
Unbestimmte führt.

In der Pop-up Galerie im ­ehemaligen Turnsaal werden Anna Luise Schnurs  aktuelle Gemälde ­ausgestellt. Ihre feinmalerische Note verwandelt das Bild in eine ­poetisch-fiktionale Welt,  sie wirft ihren Blick mit ­Sensibilität auf  ihre Umgebung – vorüberziehende Wolken, Holzbodenstrukturen,  gefaltete Stoffe. Flüchtige Momente ­werden auf dem Tafelbild eingefangen, ­verführerischer Schein, ein ­Changieren zwischen Licht und Schatten. 

Vernissage 20.06.2026 um 15:00 Uhr.
Anna Luise Schnur im Gespräch mit Florian Steininger.